WissenDigitalisierung im Betrieb

Zettelwirtschaft im Lager, und was sie wirklich kostet

Wo Papier und Zuruf im Alltag tatsächlich Zeit und Nerven kosten, und woran man es merkt.

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Platzhalterbild: Lagerbelegung

Kaum ein Betrieb rechnet die Zettelwirtschaft je durch. Sie kostet selten an einer großen Stelle, sondern in vielen kleinen, und genau deshalb fällt sie nicht auf.

Der Suchaufwand

Wenn niemand sicher weiß, wo eine bestimmte Charge steht, wird gesucht. Zwei Leute, zwanzig Minuten, mehrmals die Woche. Über eine Saison summiert sich das auf mehrere Arbeitstage.

Der doppelte Weg

Ohne gemeinsamen Stand fährt jemand zweimal: einmal, weil die Information fehlte, und einmal, um sie zu holen. Jeder dieser Wege ist einzeln zu klein, um sich darüber zu ärgern.

Der Nachweis im Nachhinein

Am teuersten wird es, wenn ein Abnehmer oder ein Auditor eine Auskunft will, die niemand mehr sicher geben kann. Dann wird rekonstruiert: aus Lieferscheinen, Erinnerung und Notizen.

Woran man merkt, dass es Zeit wird

  • Fragen wie „Wo steht die Partie eigentlich?" gehören zum Alltag
  • Am Saisonende weicht der Bestand spürbar von der Erwartung ab
  • Vor einem Audit entsteht regelmäßig Hektik
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